Verzeichnis von Geschäften in Berlin zum Thema "Boulevard"
Ein elegantes Hotel in schlichter Nachkriegsarchitektur - passenderweise direkt am Prachtboulevard Kurfürstendamm. Die 57 Zimmer sind mit Marmorduschbädern, Telefon, Minibar, TV mit Videoprogramm und Safe ausgestattet. Dachterrasse mit Blick zur nahgelegenen Gedächtniskirche. Ideal für einen Berlin-Aufenthalt mit Schwerpunkt Shopping, denn hier liegen einem die besten Läden Berlins buchstäblich direkt zu Füssen.
Die Friedrichstraße würde man beileibe nicht als Boulevard kennzeichnen, auch wenn die relative schmale Nord-Süd-Straße im Herzen von Berlin-Mitte mittlerweile (wieder) als noble Einkaufsmeile gilt. An der Weidendammer Brücke unweit vom Bahnhof Friedrichstraße geht es auch recht entspannt zu: hier findet man fast neben dem berühmten Friedrichstadtpalast den Restaurant Boulevard Friedrichstraße, wo man herzhafte Gerichte mit Berlin-Bezug findet: für vor und nach der Vorstellung, oder die kleine Pause im Großstadttrubel. Allerdings gilt: zu Spitzenzeiten Reserierung empfehlenswert!
Auch die Leipziger Straße wird selten Boulevard genannt. Die Ost-West-Verbinding, die vom Leipziger Platz Richtung Alexanderplatz führt, wurde zu DDR-Zeiten fast zu einer Schnellstraße ausgebaut (die jedoch abrupt an der Mauer endete). Seit den 90er Jahren wird die Straße in den vermeintlich ursprünglichen Zustand zurückgesetzt: Bauten bis an den Straßenrand, Fußgänger werden in als Arkaden verkleideten Unterführungen verbannt. Keine Straße zum Flanieren - und muß man hier lang, will man möglichst schnell wieder weg. Zum Glück gibt es unweit der Kreuzung mit der Friedrichstraße das Reisebüro Boulevard.
Am Berliner Flughafen Tegel gibt es seit einigen Jahren auch einen Boulevard: den Boulevard Tegel. Allerdings keine Straße, sondern eine kleine Auswahl an Läden und Boutiques
Weitere Infos unter http://www.boulevard-tegel.de/ mit Allerlei für den Fluggast.
Der Kindl-Boulevard ist ein multifunktionales Gebäude mit einer Mischung aus Handels- und Dienstleistungsunternehmen in Neukölln.
Produzent von der Sendung "BLITZ"
Das Wort Boulevard stammt aus dem Französichen, wo es ursprünglich eine ringförmige Straße bezeichnet, die nach dem Abtragen der mittelälterlichen Befestigungsanlagen entstand. Etymologisch stammt das Word vom Holländischen bollwerc bzw. vom Deutschen Bollwerk ab. Solche Straßen umschlossen den Stadtkern und bildeten die ersten wirklich breiten Straßen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff ausgeweitet und bezeichnet auf die breiten geradlinigen Prachtstraßen, die z.B. in Paris angelegt wurden.
In Berlin findet man keinen Boulevard im ursprünglichen Sinne: der Verlauf der verschiedenen Stadtmauer spiegelt sich nur teilweise im Straßennetz. Die mittelälterliche Stadtmauer wurde schon im 18. und 19. Jahrhundert aus dem Stadtgedächtnis getilgt. Die unmittelbar davor gelegenen Gräben findet man noch in Straßennamen wieder, z.B. Am Kupfergraben, Am Festungsgraben. An der Stelle der späteren preußischen Zollmauer verlaufen zwar Straßen (Skalitzer Straße, Torstraße usw.), diese würde man nie als Boulevards bezeichnen.
Die Berliner Straßen, die allgemein als Boulevards genannt werden, sind Unter den Linden (oft auch als Prachtstraße gekennzeichnet) und der Kurfürstendamm, die Einkaufsmeile im Berliner Westen (an dem das Hotel Boulevard auch liegt).